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 Wanderung vom Spitzingsee auf den Schinder
 Abforderung  Kondition  ♦♦♦♦♦   Technik ♦♦♦♦♦
 Höhenangaben  Spitzingsee 1090 m,   Valepp 872 m,  Schinder 1674 m
 Höhendifferenz  1020 m
 Gehzeit  ca. 7 - 9 Stunden ( ab Spitzingsee ) zuzüglich Pausen
 Rundweg  Anfahrt mit der Bayerischen Oberlandbahn und mit dem Regionalbus  oder mit dem eigenen Kfz
 Einkehrmöglichkeit  Forsthaus Valepp (ganzjährig),  Blecksteinhaus (ganzjährig), Albert Link Hütte (ganzjährig).
 Kartenempfehlung  Kompass Karten, Tegernsee, Schliersee (Maßstab 1:50.000)
 

Auch wenn die Höhendifferenz eine eher durchschnittliche Tour vermuten lässt, so sieht das ganze doch etwas anders aus. Der Berg trägt seinen Namen zu Recht.  Der Aufstieg über das Schinderkar ist eine recht pfiffige Route für Trittsichere und Schwindelfreie. Führt der Weg anfänglich noch gemütlich durch einen schattigen Wald, so erreicht man bald den Bergkessel, bei dem es über einen Geröllhang steil nach oben geht. Wer den Weg nicht kennt, wird öfters mal ratlos nach der nächsten roten Wegmarkierung suchen. Auf dem Geröllfeld und zwischen den Felsen sind die Wege stellenweise gar nicht mehr als solche zu erkennen. An der Felswand angekommen, geht es dann weiter über  Steigleitern und über hohe Felsstufen mit Drahtseilsicherungen. Wanderstöcke sind hierbei hinderlich, da an den Kletterstellen stets die Hände zu Hilfe genommen werden müssen.

Wer es lieber etwas softer liebt, sollte den Aufstieg über die Trausnitzalm nehmen. Dieser Weg schlängelt sich sanft durch einen Mischwald nach oben. Nur das letzte Teilstück zum Gipfel erfordert dann aber doch einiges an Trittsicherheit.

 

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Bahnfahrer nehmen die Bayerische Oberlandbahn (BOB) in Richtung Bayrischzell. In Fischhausen-Neuhaus steigen  wir in den Bus 9562*  Richtung Spitzingsee um und fahren bis zur Haltestelle "Spitzingsee Kirche". Dort steigen wir aus. Die Abfahrtszeiten der Busse sind auf die Fahrpläne der BOB abgestimmt, so dass beim umsteigen nur wenige Minuten Wartezeit entstehen. Die genauen Verbindungen und Abfahrtszeiten findest du hier.  Der Ausgangspunkt für den Aufstieg auf den Schinder ist der Wanderparkplatz an der Valepp. Diesen erreichen wir mit einem fünfzig minütigen Fußmarsch über eine asphaltierte Straße, die in Spitzingsee beginnt. Diese ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Ab der Bushaltestelle "Spitzingsee Kirche" gehen wir auf dem Seeweg bis zum Wirtshaus Historische Wurzhütte und biegen dort links auf die Straße zur Valepp ab. Wer lieber auf einer Forststraße wandern möchte, geht an der Wurzhütte vorbei und biegt gleich danach links in den Roßkopfweg ab. Von dort aus kommen wir über einen kleinen Umweg über das Blecksteinhaus zum Wanderparkplatz Valepp. Im Sommer fahren auch Busse den Parkplatz an. Wir sind die Route jedoch im Herbst gegangen als keine Busse mehr fuhren und können deshalb keine genauen Informationen liefern.


 

Kfz Fahrer fahren entweder bis Spitzingsee und gehen den etwa 50 minütigen Fußweg bis zur Valepp (im Sommer auch Busfahrt möglich),  oder aber sie fahren auf der gebührenpflichtigen Mautstraße über Rottach Egern den Wanderparkplatz  Valepp an. Für die Anfahrtsbeschreibung über Rottach Egern bitte Valepp/Schliersee bei Google Maps eingeben. Für Kraftfahrzeuge stehen an der Valepp 2 Parkplätze zur Verfügung. Kfz Fahrer, die über die Mautstraße kommen, nehmen am besten den 2. Parkplatz gleich nach der Brennerklamm.  Vom Parkplatz aus geht zuerst eine Forststraße steil den Berg hoch. Nach etwa 200 Metern gabelt sich der Weg und wir haben die Möglichkeit über die Trausnitzalm oder über das Schinderkar zum Gipfel zu gelangen. Die Wege sind beschildert.

 

 

Den weiteren Wegeverlauf zeigen uns dann rot-weiß-rote Farbmarkierungen an Bäumen und Felsen. Die Route über das Schinderkar ist nur für geübte Wanderer, da dieser Weg mit einer ganzen Reihe abenteuerlicher Kletterüberraschungen aufwartet. Immer wieder muss man den Wegeverlauf sowie die Farbmarkierungen suchen. Im Schinderkar liegt oftmals bis zum späten Frühjahr noch Schnee, was das Wandern dort erheblich erschwert. Nach dem man den steilen Geröllhang am Kar erst einmal überwunden hat, geht es an Felswänden mit Hilfe von Steigleitern und Drahtseilen ganz schön heftig aufwärts. Es bringt einen schönen Kick, zwischen den steilen Wänden hochzuklettern. Aber bitte nur geübte!! Oben auf dem Kamm angekommen, teilt sich der Weg. Nach rechts, in westliche Richtung, geht es zum Bayrischen Schinder. Wir wählen den Weg nach links in östliche Richtung und gelangen zum Österreichischen Schinder, auch Trausnitzberg genannt. Auf dem letzten Wegstück zum Gipfel ist nochmals klettern und steigen angesagt. Von oben sehen wir im Osten das hintere Sonnwendjoch, im Nordosten den Rotwand und im Westen den Halserspitz. Bei klarem Wetter reicht der Blick gar bis zur Zugspitze und bis zum Großglockner. Weniger geübte sollten den Weg über die Trausnitzalm wählen, der sich gemütlich durch einen schattigen Mischwald und über Weiden den Berg hochschlängelt.

 Für den Abstieg nehmen wir den Weg in östliche Richtung über die Trausnitzalm. Anfänglich geht es erst einmal über hohe Felsstufen bergab. Der Weg wird jedoch sehr schnell flacher und wir können gemütlich bis zum Wanderparkplatz Valepp zurück wandern.

*Stand November 09 

 

       

Schinderkar

 

Trausnitzberg

 

Schinderkar

 

 

 

 
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